Was kostet eine Website? Preise verstehen, Angebote vergleichen

·5 Min. Lesezeit·STRUCTON Redaktion

Zwei Geschäftsleute besprechen an einem Besprechungstisch Skizzen für eine Website auf Papier

Foto: SHVETS production / Pexels

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Wer fragt, was eine Website kostet, bekommt Angebote, die um ein Vielfaches auseinanderliegen – für scheinbar dasselbe. Dieser Leitfaden erklärt, woraus sich der Preis zusammensetzt, welche Kosten später dazukommen und wie Sie Angebote vergleichbar machen.

Warum die Preise so weit auseinanderliegen

„Website“ ist kein Produkt, sondern ein Sammelbegriff, ähnlich wie „Gebäude“. Zwischen Gartenhaus und Bürohaus liegt eine ähnliche Spanne wie zwischen einer Vorlage mit ausgetauschtem Logo und einem Auftritt mit eigener Struktur, eigenen Texten und Anbindung an Ihre Systeme.

Der Unterschied entsteht selten durch Willkür. Er steckt in Arbeit, die man der fertigen Seite nicht ansieht: Konzept, Texte, technische Einrichtung, Tests auf echten Geräten. Zwei Angebote mit demselben Endpreis können deshalb völlig Verschiedenes enthalten. Und zwei Angebote mit sehr unterschiedlichen Preisen können am Ende ähnlich viel kosten, wenn beim günstigeren vieles fehlt, das später nachbestellt werden muss.

Die wichtigere Frage lautet deshalb nicht nur „Was kostet eine Website?“, sondern: Was soll sie leisten? Eine Seite, die regelmäßig Anfragen bringt, trägt sich in fast jedem sinnvollen Budget. Eine Seite, die niemand findet und die niemanden überzeugt, ist auch als Schnäppchen zu teuer.

Was kostet eine Website? Die vier Preistreiber

Fast jede Preisdifferenz lässt sich auf vier Faktoren zurückführen:

  1. Umfang: Wie viele Seiten mit eigenem Inhalt braucht es? Jede Unterseite braucht Konzept, Text und Gestaltung. Acht Leistungsseiten kosten mehr als eine Einzelseite, vor allem wegen der Inhaltsarbeit.
  2. Funktionen: Ein Kontaktformular ist Standard. Ein Preisrechner, eine Terminbuchung, ein Shop oder die Anbindung an Ihr Kundenverwaltungssystem sind Entwicklungsarbeit. Hier entstehen die größten Unterschiede zwischen Anbietern.
  3. Inhalte: Wer schreibt die Texte, wer liefert die Bilder? Professionelle Texterstellung kostet Geld, spart aber oft Wochen. Selbst gelieferte Texte sind ein häufiger Grund für Verzögerungen.
  4. Eigenständigkeit der Gestaltung: Eine angepasste Vorlage ist schneller umgesetzt als ein eigener Entwurf, der zu Ihrer Marke passt und sich vom Wettbewerb abhebt.

Dazu kommen Sprachen, rechtliche Anforderungen und die Frage, ob eine bestehende Website abgelöst wird. Bei einem Relaunch gehören Weiterleitungen alter Adressen zum Umfang. Wie das geht, beschreibt der Beitrag Website-Relaunch ohne Rankingverlust.

Ein Punkt wird bei Shops und Buchungsstrecken oft vergessen: Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Wer online Verträge mit Verbrauchern schließt, muss seine Website in vielen Fällen barrierefrei gestalten. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind davon ausgenommen. Fragen Sie nach, ob das Angebot die Anforderungen berücksichtigt, bevor Sie Preise vergleichen.

So wird aus einer vagen Frage eine konkrete Liste. Bevor Sie Angebote einholen, schreiben Sie auf: Welche Seiten brauchen Sie, welche Funktionen sind Pflicht, wer liefert Texte und Bilder, und gibt es eine alte Website, die abgelöst wird? Mit dieser Liste bekommen Sie Angebote, die sich vergleichen lassen, weil alle Anbieter auf dieselbe Aufgabe antworten.

Baukasten, Einzelperson oder Agentur

WegStärkeGrenze
BaukastenSchneller Start, geringe Einstiegskosten, viel selbst änderbarIhre Zeit ist der Preis. Gestaltung und Technik bleiben im Rahmen der Vorlage.
EinzelpersonDirekter Draht, oft flexibelUrlaub, Krankheit und Spezialthemen hängen an einer Person.
AgenturKonzept, Text, Gestaltung und Technik aus einer HandUmfang und Preis müssen klar beschrieben sein, sonst wachsen Nachträge.

Ein Baukasten ist für den Anfang nicht falsch. Wenn Ihre Website nur informieren soll, reicht er oft. Sobald sie Kunden gewinnen soll, zählen Struktur, Ladezeit und Texte. Diese Punkte lassen sich im Baukasten nur begrenzt beeinflussen. Beachten Sie außerdem: Bei vielen Baukästen gehört Ihnen die Website nicht im technischen Sinn. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet meist einen Neubau.

Kosten, die nicht im Angebot stehen

Viele Angebote decken nur die Erstellung ab. Diese Posten kommen danach dazu:

  • Hosting und Domain: jährlich oder monatlich, abhängig von Anbieter und Leistung.
  • Wartung: Updates, Sicherungen, kleine Änderungen. Als Vereinbarung oder nach Aufwand, klären Sie es vor Vertragsschluss.
  • Lizenzen: kostenpflichtige Erweiterungen, Schriften, Bilder. Ein gutes Angebot weist sie aus.
  • Inhaltspflege: Klären Sie vorher, was Sie selbst ändern können, und lassen Sie es sich zeigen.

Rechnen Sie diese Posten für drei Jahre hoch und legen Sie sie neben den Preis für die Erstellung. Erst dann sind Angebote wirklich vergleichbar. Ein Angebot mit niedrigem Einstiegspreis und hohen monatlichen Gebühren kann über drei Jahre teurer sein als eines, das bei der Erstellung mehr kostet und im Betrieb kaum etwas. Einen Überblick über die laufenden Posten gibt der Beitrag Website-Wartung: was der laufende Betrieb kostet.

Checkliste: Angebote richtig vergleichen

  • Festpreis oder Stundensatz? Bei einer Schätzung nach Stunden tragen Sie das Risiko, wenn es länger dauert.
  • Umfang beschrieben? Seitenzahl, Funktionen, Sprachen und Korrekturschleifen sollten im Angebot stehen.
  • Texte enthalten? Enthalten, ausgeschlossen oder optional – alle drei sind in Ordnung, wenn es klar dasteht.
  • Ladezeit als Ziel? Ein guter Richtwert ist die Schwelle von Google: Der größte Inhalt sollte nach höchstens 2,5 Sekunden sichtbar sein.
  • Pflichtangaben dabei? Impressum nach § 5 DDG und Datenschutzerklärung gehören zum Lieferumfang oder müssen gesondert beauftragt werden.
  • Rechte und Zugänge? Wem gehören Texte, Bilder und Code, und bekommen Sie alle Zugänge?
  • Netto oder brutto? Angebote an Unternehmen nennen meist Nettopreise. Dazu kommen 19 % Umsatzsteuer.

Ein Angebot, das diese Fragen beantwortet, ist nicht automatisch das teurere. Es ist das, bei dem Sie am Ende wissen, was Sie bezahlen.

So rechnen wir bei STRUCTON

Wir arbeiten mit drei Paketen, die wir an Ihr Vorhaben anpassen. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich Umsatzsteuer:

  • Basis ab 549 €: ein klarer Auftritt mit bis zu drei individuell gestalteten Seiten, Impressum und Datenschutzerklärung, Einrichtung und Livegang.
  • Advanced ab 990 €: bis zu sieben Seiten, bis zu drei Sprachen und E-Mail mit Ihrer Domain.
  • Enterprise ab 1.490 €: die Website mit Anbindung an Ihre Systeme, etwa Kundenverwaltung und Mail-Automatisierung.

Im Erstgespräch klären wir, was die Website leisten soll, welche Seiten und Funktionen dafür nötig sind und was Sie schon mitbringen. Daraus ergibt sich, welches Paket passt und welche Ergänzungen sinnvoll sind. Braucht es zum Beispiel Texte, zusätzliche Sprachen oder die Übernahme einer alten Website, steht das als eigener Posten im Angebot.

Den Festpreis bestätigen wir nach dem Erstgespräch. Er steht mit dem Liefertermin im Vertrag. Kosten Dritter wie Domain, Hosting oder einzelne Lizenzen nennen wir vor Vertragsschluss und geben sie ohne Aufschlag weiter. Details zu den Paketen finden Sie unter Website erstellen lassen.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Firmenwebsite?

Das hängt vor allem von Seitenzahl, Funktionen und Inhalten ab. Marktpreise schwanken stark, weil unter demselben Begriff sehr unterschiedliche Leistungen angeboten werden. Vergleichen Sie deshalb den beschriebenen Umfang, nicht nur die Summe. Bei STRUCTON beginnt ein Auftritt mit bis zu drei Seiten bei 549 € netto. Den Festpreis bestätigen wir nach dem Erstgespräch, wenn der Umfang feststeht.

Welche laufenden Kosten kommen nach der Erstellung dazu?

Nach dem Livegang fallen Hosting und Domain an, dazu Wartung mit Updates und Sicherungen, gegebenenfalls Lizenzen für Erweiterungen oder Schriften und die Pflege der Inhalte. Wie hoch diese Posten sind, hängt vom System und vom Betreuungsumfang ab. Lassen Sie sich alle laufenden Kosten vor Vertragsschluss schriftlich nennen und rechnen Sie sie für drei Jahre hoch.

Ist ein Website-Baukasten günstiger als eine Agentur?

Beim Einstieg meist ja, auf Dauer nicht unbedingt. Beim Baukasten bezahlen Sie mit eigener Zeit für Texte, Gestaltung und Einrichtung und bleiben im Rahmen der Vorlagen. Ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet oft einen Neubau. Soll die Website vor allem informieren, reicht ein Baukasten häufig. Soll sie Anfragen bringen, zahlen sich Struktur, Texte und kurze Ladezeiten aus.

Festpreis oder Abrechnung nach Stunden – was ist besser?

Für Sie als Auftraggeber ist ein Festpreis mit klar beschriebenem Umfang meist besser planbar. Bei einer Abrechnung nach Stunden tragen Sie das Risiko, wenn das Projekt länger dauert als geschätzt. Wichtig ist beim Festpreis, dass Seitenzahl, Funktionen, Texte und Korrekturschleifen im Angebot stehen. Sonst entstehen die Nachträge nur an anderer Stelle.

Sind Preise für Websites netto oder brutto angegeben?

Angebote an Unternehmen nennen üblicherweise Nettopreise, dazu kommen 19 % Umsatzsteuer nach § 12 UStG. Wer Verbrauchern Leistungen anbietet, muss dagegen nach § 3 der Preisangabenverordnung den Gesamtpreis einschließlich Umsatzsteuer angeben. Achten Sie beim Vergleich darauf, dass alle Angebote auf derselben Grundlage stehen. Die Pakete von STRUCTON richten sich an Unternehmen und sind netto angegeben.

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Quellen: § 5 DDG (Impressum), § 12 UStG (Steuersätze), § 3 PAngV (Gesamtpreis gegenüber Verbrauchern), § 3 BFSG (Barrierefreiheitsanforderungen, Ausnahme Kleinstunternehmen), web.dev: Largest Contentful Paint, STRUCTON: Pakete und Preise

Redaktion: Dieser Beitrag wird vor der Veröffentlichung geprüft und freigegeben. Redaktionell verantwortlich ist Niklas Lorey (§ 18 Abs. 2 MStV, Anschrift im Impressum). Wo wir beim Entwurf KI-Werkzeuge einsetzen, ändert das nichts an dieser Verantwortung. Der Beitrag ist eine Einordnung nach bestem Wissen und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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